Reservierung vornehmen

Geschichte

Kurumba – Der Anfang

Tourismus: Eine Industrie, die den Malediven Wohlstand und Fortschritt brachte. Alles begann mit der Eröffnung Kurumbas im Jahre 1972. Vor dieser Zeit war das entlegene Archipelago von einem Fischervolk bewohnt und war der restlichen Welt relativ unbekannt, ohne jegliches ausländisches Investment. Hulhule’, der jetzige Flughafen, war nicht mehr als eine kleine Flugpiste, von Freiwilligen gebaut, und ohne regulären Flugverkehr. Mohamed Umar Maniku, Vorsitzender von Universal Enterprises, erinnert sich: “Wir hatten nichts auf den Malediven, gar nichts. Keine Banken, keinen Flughafen, keine Telefone außer Amateurfunk und Morsecode mit Colombo. Selbst Experten der UNDP meinten, dass Tourismus hier keine Chance haben werde, da uns die Ausstattung und Infrastruktur fehlte.”

Sehr leicht hätte es diese Industrie daher versäumen können, zu dem heranzuwachsen, was sie heute ist; trotzdem hat sie es dank der richtigen Leute zur richtigen Zeit, mit viel Leidenschaft und Zielstrebigkeit ihrer maledivischen Gründer geschafft. Alles begann mit einem Meeting in Colombo zwischen George Corbin, einem Italienischen Reiseverkehrskaufmann, und Ahmed Naseem, damals noch Junior in der maledivischen Botschaft, der später Außenminister wurde. Zu der Zeit war Corbin für seine Italienischen Gäste auf der Suche nach unberührten Inseln, wo diese schwimmen und auf Fischjagd gehen konnten. Für Corbin waren die idyllischen maledivischen Inseln Liebe auf den ersten Blick. Nach seinem ersten Besuch in Male’, angereist mit Naseem in einem Frachtschiff im Jahre 1971, versprach er, beim nächsten Mal mit Gästen zurück zu kommen.

Die ersten von Corbin gebrachten Touristen im Februar 1972 waren hauptsächlich Journalisten und Fotografen. Sie schliefen in drei einfachen Häusern in Male’ und wurden von M U Maniku und seinen Freunden, darunter Hussain Afeef, der mittlerweile ebenfalls erfolgreicher Besitzer und Betreiber mehrerer Resorts ist, versorgt. Perfekt zum Schwimmen, zum Fischen und Sonnenbaden waren die Malediven für ihre ersten Gäste. Corbin versprach, mehr Gäste zu bringen, falls Maniku, Naseem und Afeef Unterkunft für diese zur Verfügung stellen könnte. Kurumba war geboren.

Kurumba – Das Original

Voller Enthusiasmus nahmen Maniku und Afeef Kontakt zu dem Pächter der Insel Vihamanafushi auf, welche damals eine unbewohnte Kokosnussplantage war. Sie wählten diese Insel aufgrund ihrer Nähe zur Flugpiste und der Hauptstadt Male’ aus. Zugang zu der Insel hatte man per Segelboot oder per Boot mit Außenbordmotor. Es gab keinen Anlegesteg, obwohl man diesen später aus Kokosnussstämmen baute. Nachdem die Gäste per Boot angekommen waren, mussten sie noch die letzten Meter durchs Wasser waten, um zum Resort zu gelangen.

Damals noch Mitarbeiter im Landwirtschaftsministerium verbrachte M U Maniku seine Nachmittage mit dem Umbau von Vihamanafushi. Dank finanzieller Mittel von Corbin und aus eigener Tasche bauten er und seine maledivischen Freunde 30 Zimmer in Blöcken von je drei aus Korallengestein, Kokosnussholz und Kokosnussblättern als Dach. Jedes Zimmer hatte eine Brackwasserdusche und Toilette, einfachste Möbel und Zugang zum Strand. Mahlzeiten wurden in der Kantine eingehalten oder als Barbecues am Strand.

Sie nannten das Resort Kurumba Village, nach dem Dhivehi Wort Kurumba für Kokosnuss. Afeef wurde Manager. Das Resort eröffnete am Dienstag, dem 3. Oktober 1972 und war für den Rest des Jahres ausgebucht, eine Prophezeiung für anhaltenden Erfolg fortan.

“Wir wussten gar nichts über Tourismus”, sagt Maniku. “Es waren die Touristen selbst, die uns halfen, diese Industrie hier aufzubauen. Wir hörten auf sie und gaben ihnen, was sie wollten. Zu unserem Glück wollten sie Einfachheit in natürlicher Umgebung, und das war auch alles, was wir anbieten konnten und uns leisten konnten.”

 

Kurumba – Eine langlebige Erfolgsgeschichte

Von seinen bescheidenen Anfängen mit nur 60 Gästen pro Monat wuchs Kurumba auf nun 14000. Aus einer Handvoll Gründerfreunden wurden 450 Mitarbeiter. Viele blieben über 20 Jahre lang dabei. “Am Anfang”, sagt Maniku “wussten wir nicht, was wir für diese Touristen aus Übersee kochen sollten, oder wie wir mit ihnen umgehen mussten. Ich hatte ein Kochbuch auf Englisch, das ich auf Dhivehi übersetzte sodass es meine Jungs verstehen würden. Ich war Koch, Gärtner und Zimmerjunge in einem. Wir mussten alles selbst in die Hand nehmen.”
 
Kurumba wuchs besonders nach der Expansion des Flughafens weiter, als dann nun auch endlich Langstreckenflüge landen konnten. Es wurde wie ein authentisches tropisches Dorf, nur mit den Annehmlichkeiten von Zuhause. Später kamen Süßwasser, Klimaanlagen und Restaurants mit internationalen Gerichten hinzu. 2003 unterzog sich Kurumba einer Grunderneuerung, um der Nachfrage des 21. Jahrhunderts entgegen zu kommen. Das Resultat war ein weltklasse Resort mit 180 Zimmern, inklusive einer Royal Residence, Präsidentenvillen, Pool Villen, Familienvillen und Strand- und Gartenvillen.


Ein Prozess natürlichen Wachstums, ein Hotel stolz auf seine Beharrlichkeit, geleitet mit Herz über die Jahre hinweg. Kurumba reifte zum Grand Hotel der Malediven heran und setzt mittlerweile die hohen Maßstäbe für das Gastgewerbe in der Region und in den Tropen insgesamt.